Krankenzusatzversicherungen – sinnvoll für Frauen?

Die private Krankenzusatzversicherung macht grundsätzlich für gesetzlich Versicherte Sinn, bei Frauen spielen die Bereiche Vorsorgeuntersuchungen, Zahngesundheit und das Krankentagegeld eine herausragende Rolle.

Auch auf Krankengymnastik und Heilpraktiker legen Frauen besonderen Wert, Leistungen, die von der gesetzlichen Krankenkasse nicht oder nur begrenzt übernommen werden.
Leistungsbereiche der Krankenzusatzversicherung
Dazu zählen das Krankentagegeld und das Krankenhaustagegeld, Zusatzleistungen im ambulanten und stationären Bereich, umfangreiche Zusatzleistungen bei Zahnbehandlungen, Zahnersatz und Inlays sowie der Pflegebereich. Für welchen Tarif sich die Frau entscheidet, hängt von ihren persönlichen Präferenzen ab. Manche Gesellschaften bieten im Spezialtarif für Frauen beispielsweise die jährliche Kostenübernahme von Heilpraktiker- und Naturheilverfahren an, ein Bereich, auf den Frauen mehr Wert legen als Männer. Es wird hier eine Höchstgrenze, etwa 800 Euro im Jahr, festgelegt. Auch der gesetzliche Eigenanteil an Medikamenten wird übernommen. Andere Tarife fokussieren auf das Krankenhaustagegeld und das Krankentagegeld. Insbesondere alleinerziehende Mütter können davon besonders profitieren. Der Zahnersatz spielt für die meisten Frauen (77 Prozent nach einschlägigen Untersuchungen) eine größere Rolle als für Männer (64 Prozent). Einige Versicherer inkludieren in die spezielle Zusatzversicherung für Frauen den Auslandsreisekrankenschutz.
Individuelle Lösungen
Manche Frau möchte im Krankenhaus gern im Einbettzimmer (Zweibettzimmer) untergebracht sein, viele Frauen legen besonderen Wert auf die freie Arzt- und Krankenhauswahl. Hier bietet die private Krankenzusatzversicherung für Frauen eindeutige Vorteile, diese Leistungen sind in allen Tarifen enthalten. Weitere Leistungen sind unter anderem Massagen, auch auf Kontaktlinsen und Brillen legen Frauen oft besonderen Wert. Sicher ist für eine Frau das Lebensalter entscheidend. Junge Frauen, bei denen noch ein Kinderwunsch besteht, sind mit Leistungen für Vorsorge, Heilpraktiker, Krankengymnastik und Naturheilverfahren gut beraten. All diese Dinge ziehen werdende Mütter in Betracht. Auch die Fahrtkostenbeteiligung bei Krankentransporten kann wichtig sein, wenn in bestimmten Lebensphasen die ärztliche Kontrolle und Gesundheitsfürsorge sehr stark im Vordergrund steht.
In mittleren Lebensjahren kann bei etwaigen chronischen oder häufigen Erkrankungen das Krankengeld sehr wichtig werden. Da die gesetzliche Krankenversicherung nur 70 Prozent vom Brutto (maximal 90 Prozent vom Netto) zahlt, kann die Krankenzusatzversicherung hier einen wertvollen Ausgleich schaffen. Frauen, die ab dem Alter von etwa 40 Jahren spüren, das vermehrt gesundheitliche Probleme auf sie zukommen könnten, sollten sich rechtzeitig versichern. Man erwähnt es nicht gern, aber die Probleme werden meist nicht kleiner, sondern können ab dem Alter von etwa 50 Jahren zu lang anhaltenden Krankschreibungen führen. Häufig ist es in diesem Alter auch nicht mehr möglich, auf einen “bequemeren” Arbeitsplatz zu wechseln, das gibt der Arbeitsmarkt nicht her.

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